Berichte von Betroffenen
Was Sie hier tun können:
• Erlebnisse von Betroffenen und Angehörigen lesen
Sepsis ist individuell. Jeder Mensch erlebt sie anders.
Sie suchen Hilfe oder Informationen zu Sepsis?
Hier finden Sie sofort den richtigen Einstieg:
Diese ganz persönlichen Berichte geben Einblicke in die Erlebnisse während und nach der Erkrankung. Sie erzählen von Schmerz und Trauer, von Hoffnung und Neubeginn.
Wir möchten allen danken, die ihre Geschichte hier geteilt haben.
Wichtiger Hinweis:
Die folgenden Berichte beschreiben Erfahrungen und Ansichten aus der Sicht unterschiedlichster Menschen.
Die Erfahrungen mit Sepsis können für jeden Menschen unterschiedlich sein und sich unterschiedlich auswirken.
Die hier gesammelten Erlebnisse zeigen nur einen sehr kleinen Auszug aus der Realität und sollten nicht als Maßstab verstanden werden.
Persönliche Erlebnisse mit einer schweren Erkrankung zu lesen, ist nicht für jeden Menschen in jeder Situation geeignet, da dies emotional belastend sein kann.
Julia erzählt von ihrem Kampf gegen Sepsis


Am 26.2.2020 geschah es, dass sich alles in meinem Leben veränderte. Ich wurde mit einem septischen Schock und multiplem Organversagen ins Klinikum Neuperlach bei München eingeliefert. Per Rettungshubschrauber. Ich hätte die Fahrt mit dem Rettungswagen wahrscheinlich nicht mehr geschafft. Und da begann die Geschichte meines zweiten Lebens.
Der Anfang: Anzeichen einer Grippe
Bereits am Samstag vorher verspürte ich die Anzeichen einer Grippe: Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Schüttelfrost. Die Symptome verhielten sich gleich zu denen, die ich bereits 2018 bei einer Grippe hatte. Ich machte mir daher keinerlei Gedanken. Ich legte mich ins Bett, schlief und trank ausreichend und wollte die Grippe auskurieren. Ungewöhnlich war nur der Schmerz bzw. der Druck unter dem rechten Rippenbogen, der mich beim Atmen einschränkte.
Ich bin Norbert und habe vor sechs Jahren eine schwere Sepsis überlebt. Heute bin ich
pflegebedürftig, aber ich lebe – ein Wunder für mich.


Jeder Atemzug ist ein Geschenk, das Leben ist kostbar.
Am frühen Morgen des Herbstanfangs 2019 weckte mich unerträglicher Schmerz. Verzweifelt rief ich den Notdienst an, doch statt Hilfe stieß ich auf Ablehnung. Eine fatale Verzögerung, die mich meine Gesundheit kostete. Möglicherweise wurde mir mein osteuropäischer Akzent zum Verhängnis – Diskriminierung im Gesundheitswesen ist und bleibt ein wichtiges Thema.
Eine Sepsis und ein ausländischer Akzent beim Notruf können also eine gefährliche Mischung sein – man wird von manchen Menschen nicht ernst genommen. Bei einer Sepsis zählt aber jede Stunde.
Der Notdienst zögerte, schickte erst spät einen Notarzt. Dieser war genervt, herablassend und nannte mich sogar einen Simulanten. Auf meine Todesangst reagierte er zynisch. Hastig verabreichte er mir eine Spritze – laut Klinikbericht der mögliche Auslöser der Sepsis.
Meine Geschichte – wie ich wieder Vertrauen ins Leben fand und warum ich heute anderen helfe.


Manchmal verändert ein einziger Moment das ganze Leben. So war es bei mir – als eine Sepsis alles zum Stillstand brachte. Hier ist meine Geschichte. Sie ist nicht leicht – aber sie ist echt. Und sie zeigt: Es gibt Wege zurück. Von Michael Schütze
Wochen der Warnsignale – doch niemand hört hin
Es begann schleichend. Schon seit zwei bis drei Wochen ging es mir immer schlechter. Ich war ständig erschöpft, hatte Schmerzen, fühlte mich einfach krank. Mehrfach suchte ich die Notaufnahme auf, doch ich wurde jedes Mal wieder nach Hause geschickt – ohne klare Diagnose, ohne ein Blutbild, ohne Antwort.
Beim letzten Besuch untersuchten mich ein Internist und ein Chirurg. Auch sie fanden keinen klaren Befund und entließen mich erneut. Zwei Tage später verschlechterte sich mein Zustand dramatisch. Ich war allein zu Hause, mein Hausarzt im Urlaub, meine Eltern verreist. Ich wusste: So geht es nicht weiter.
Als meine Eltern zurückkamen, schickten sie mich sofort zu ihrer Hausärztin. Ihr erster Verdacht lautete: Pfeiffersches Drüsenfieber. Doch sie zögerte keine Sekunde und ließ mich direkt per Notfall ins Krankenhaus einweisen.
Eine Sepsis tötete mein Baby – und dann beinahe auch mich.


Sandra Schenk hat schmerzlich erfahren müssen, dass noch immer über Blutvergiftungen zu wenig bekannt ist und auch Ärzte eine Sepsis nicht immer gleich auf dem Schirm haben. Die Geburt ihrer Drillinge verlief tragisch, ihre Tochter verstarb noch am gleichen Tag.
Endlich schwanger – und gleich drei gesunde Kinder
Dabei war anfangs alles so gut gegangen. Sandra und Alexander Schenk, damals um die 30 Jahre alt, hatten seit vielen Jahren versucht, ein Kind zu bekommen. Mit Hilfe von IVF, In-Vitro-Fertilisation, gelang es zwar fünfmal schwanger zu werden. „Doch es waren jedes Mal frühe Sternchenkinder, vor der zwölften Schwangerschaftswoche“, erzählt Sandra Schenk im Gespräch mit FOCUS-Online ganz offen.
Arne berichtet über seine Sepsisgeschichte - Im künstlichen Koma sind die Albträume das Schlimmste…


Er hat einen langen Kampf hinter sich: Arne Trumann gegen den Streptokokkus A. Den Kampf hat er gewonnen, aber die Bakterien haben Spuren hinterlassen.
Februar 2012. Arne Trumann hat eine leichte Rachenentzündung. Die kuriert er zwei Tage mit Tee, Honig und Ruhe, danach geht er drei Tage wieder zur Arbeit. Dann, am Freitagabend, schafft er es kaum nach Hause, fühlt sich sterbenselend.
„Nicht nur das Denken wurde schwerer, man mag sich nicht mehr bewegen, nicht mehr aufstehen. Man liegt einfach da und fühlt sich völlig entkräftet“, sagt Arne. Das kennt er nicht von sich. Er ist kerngesund, er spielt Klavier, hat neben seinem Beruf sogar Auftritte.
Innerhalb kürzester Zeit ist er völlig neben sich. Seine Frau ruft den Bereitschaftsarzt. 10 Minuten später ist er da – und erkennt die Situation nicht. „Der Bereitschaftsarzt hat mich noch nicht einmal berührt, nur Fragen gestellt an meine Frau und sich dann ein paar Notizen dazu gemacht. Dann meinte er, da könnte man nicht viel machen: Legen Sie sich mal hin und ruhen sich aus, hat er gesagt.“
Heike und ihre Geschichte mit der Sepsis


Immer wieder „ertappe“ ich mich, dass ich mir denke: „Wahnsinn, was mein Körper leistet und schaffen kann! Was für ein Glück, dass er nicht aufgibt!“
Ich bin mit 16 Jahren an Morbus Hodgkin Stadium IIIa erkrankt. Operationen, Chemotherapie und Bestrahlung. Im Zuge der Behandlung musste auch meine Milz entfernt werden. Ich wusste, dass ich generell auf mich aufpassen sollte, zumindest direkt nach der Krebserkrankung und immer die nötigen Impfungen bekommen sollte. Erst viel später habe ich im Fernsehen gesehen, dass man sich bei einer fehlenden Milz einen Asplenie-Notfallpass zulegen sollte. Das habe ich auch gemacht, aber Papier ist geduldig und je länger es mir gut ging, desto weniger glaubte ich daran, dass mir etwas Schlimmes passieren könnte … bin dem Tod ja schon einmal von der Schippe gesprungen.


Ich bezeichne meine Geschichte gern als eine Reise in drei Kapiteln:
📖🔗 „Arbeiten auf der Alm“ – meine Leidenschaft für das einfache Leben, die Natur und das bewusste Arbeiten
📖🔗 „Überlebenskampf Sepsis“ – der Schock, der alles veränderte, erzählt aus mehreren Perspektiven
📖🔗 „Bestes Leben leben“ – gemeinsam mit meinem Vater geschrieben, über das Wiederaufstehen, das Umdenken und mein neues Lebensgefühl
Ilona - Sepsis und das Schweigen: Ein Schicksal, das noch immer zu viele teilen


22 Tage vor meinem achtzehnten Geburtstag habe ich meinen Vater zum letzten Mal lebend gesehen.
Das weiß ich noch so genau, weil ich im Auto meiner Großeltern mit meinem Schulkalender ausgerechnet habe, wie lange es noch bis zur Volljährigkeit wäre. Ich wollte meinem Vater von der „Schnapszahl“ erzählen, aber als wir im Krankenhaus ankamen, hatte er daran überhaupt kein Interesse mehr. Auch sein geliebtes Eis, das wir ihm mitgebracht hatten, mochte er nicht mehr essen, so elend war ihm an diesem Tag, und wir machten uns Sorgen.
Marion kämpft um das Leben ihres Mannes


Es passierte in Deutschland, einem Land mit einem der teuersten Gesundheitssystemen der Welt. Aber garantiert das auch Qualität?
Im September 2022 änderte sich für uns als Familie und als Paar alles. In einer Klinik infizierte sich mein Mann nach einer OP mit Keimen. Der Zustand meines Mannes wurde immer schlechter, aber es wurde ignoriert. Meine Beobachtungen wurden ignoriert. Das Unheil begann seinen Lauf zu nehmen. Lesen Sie hier einen Auszug aus Marions Chat-Tagebuch mit einer befreundeten Anästhesistin.
Eine Geschichte, die man eigentlich nicht glauben kann, denn es passierte in Deutschland, einem Land mit einem der teuersten Gesundheitssystemen der Welt, aber garantiert das auch Qualität? Ich möchte Ihnen Auszüge aus einem Chat mit einer befreundeten Anästhesistin geben, die mich in der akuten Zeit über diesen Chat sehr gut betreute.
Die Sepsis hat Kerstin geprägt


Heute, fast 6 Monate nach der Sepsis, hat mich der Alltag zurück, aber ich merke, dass mich die Sepsis geprägt hat.
Ich heiße Kerstin, bin 36 Jahre alt und hatte Ende November 2023 einen septischen Schock in Shanghai/China. Seit 2,5 Jahren lebe ich hier mit meiner FamilieEnde November war hier Grippe- oder Coronazeit – gefühlt waren alle krank. Am Freitag hatte ich mich schlapp gefühlt und gedacht, dass es mich nun auch „erwischt“ hatte. Am Samstag hatte ich leichtes Fieber mit Schüttelfrost und einen leichten Schmerz im rechten Oberschenkel. Komisch dachte ich, aber mehr auch nicht. Ich hatte morgens eine Freundin gefragt, ob sie unseren Sohn zum Fußball mitnehmen kann, weil ich mich schon lange nicht mehr so krank gefühlt hatte.
Kathrin erzählt von ihrem Kampf gegen Sepsis.


Von außen sieht man mir nichts an – und doch ist alles anders.
Kathrin leidet jahrelang unter starken Unterleibsschmerzen, für die keine Ursache gefunden wird. Im Dezember 2016 werden die Schmerzen unerträglich, ihr Mann bringt sie zum Arzt. Es wird ein Darmdurchbruch festgestellt, der bereits eine Bauchfellentzündung ausgelöst hatte. Durch diese schwere Infektion kommt es zu einer Sepsis. Doch auch nach der Entlassung muss sie weiterkämpfen: um wieder in den Alltag zu finden und um ihre Ansprüche gegenüber der Krankenkasse durchzusetzen. Nichts ist mehr wie vorher – obwohl man ihr von außen nichts ansieht.
Katy: Die Sepsis, die mein Leben bis heute verändert....


Nichts ist mehr wie vorher. Alles hat sich verändert. Ich kämpfe mit den Folgen der Sepsis. Aber ich lebe und dafür bin ich sehr dankbar.
Es ist November, ich habe seit kurzem starke Beschwerden (Herzrasen, sehr niedrigen Blutdruck, Schmerzen, hohes Fieber, Übelkeit). Ich habe einige Vorerkrankungen, lebe alleine mit meinem damals 6 jährigen Sohn und besitze daher einen Hausnotruf. Am 23.November 2020 ging es mir so schlecht, dass ich den Hausnotruf betätigte.
Ein Sanitäter kam zu mir gefahren. Kurz vor dem Notruf telefonierte ich mit einem Arzt der 116117. Dieser kam vorbei und machte eine Einweisung für ein Krankenhaus fertig mit dem Verdacht einer Endokarditis (Herzinnenhautentzündung). Der Arzt schrieb auf, daß dringend ein Herzultraschall und ein Schluckecho gemacht werden sollen.
Mariah erzahlt Ihre Geschichte


Gott sei dank hatte ich damals nicht die geringste Ahnung von dem, was mir bevorstand. Und so wurden aus Wochen Monate und dann Jahre.
Sommer 2018 – Es war unfassbar heiß und meine letzte Erinnerung ist, dass mein Handy aus der Hand fällt und ich den Notknopf an meinem Krankenbett drücke.
Noch heute frage ich mich, wie es soweit kommen konnte.
Sabrina nimmt ihr Leben nach überstandener Sepsis anders wahr


Ich finde es immer noch erschreckend wie oft eine Sepsis nicht oder zu spät erkannt wird selbst durch medizinisches Fachpersonal.
Mein Name ist Sabrina. Ich bin 43 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder.
Am 07. Dezember 2022 bin ich an einer schweren Sepsis erkrankt. An diesem Mittwoch bin ich morgens aufgewacht und hatte leichte Schmerzen im linken Ellenbogen. Etwa eine Stunde später bekam ich Kreislaufprobleme und hatte auf einmal hohes Fieber.
Christina lebt nach der Sepsis ihr zweites Leben


Wer das Gefühl hat, dass irgendwas mit seinem Körper nicht stimmt, sollte nicht warten, dies untersuchen zu lassen.
Christina, 36 Jahre, Arzthelferin von Beruf, ist schwanger und freut sich auf ihr drittes Kind. Doch dann bekommt sie plötzlich Blutungen und starke Kopfschmerzen. Die Blutungen hören auf, dem Kind geht es gut. Einige Wochen später kommt Christina wieder mit Blutungen ins Krankenhaus. Infolge einer Infektion stirbt das Kind, die Infektion weitet sich nach der Geburt zu einer Sepsis aus. Christina wird operiert, sie erholt sich und wird entlassen. Doch drei Wochen später erkrankt sie wieder an Sepsis.
Ich lebe jetzt genau 1 Jahr und 8 Monate mein zweites Leben. Mein zweites Leben – das können all die Personen nachvollziehen, die ähnliches oder vielleicht auch noch schlimmeres in Bezug auf eine Sepsis erlebt haben. Ärzte können einem nach einer überstanden Sepsis nicht immer helfen. Es treten Fragen auf, die sie gar nicht richtig beantworten können, denn die Überlebensrate nach einer Sepsis ist nicht grade hoch. Also fehlt da die Erfahrung. Außerdem verläuft jede Sepsis etwas anders. Sepsis ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland.
Simons Kampf gegen die unsichtbare Gefahr


Diese Geschichte erzählt nicht nur von Simons Überlebenskampf, sondern ist ein Aufruf, die unsichtbare Gefahr einer Sepsis ernst zu nehmen.
Dieser Appell ist nicht nur Simons Geschichte, sondern auch ein dringender Ruf, die Bedrohung von Sepsis ernst zu nehmen. Unsere Familie wurde mit den lebensverändernden Auswirkungen konfrontiert, die diese Krankheit mit sich bringt. Möge Simons Kampf ein Appell an alle sein, aufmerksam zu sein und sich gegen diese unsichtbare Gefahr zu schützen.
Diese Lebensgeschichte erzählt nicht nur von Simons Überlebenskampf, sondern auch von einem größeren Appell – ein Aufruf, die unsichtbare Gefahr von Sepsis ernst zu nehmen und Maßnahmen zu ergreifen, um diese Krankheit zu bekämpfen.
Heute, viele Jahre nach dieser Zeit, ist Simon ein strahlendes Beispiel für den unbändigen Willen und die Stärke, die aus dem Überwinden von Hindernissen erwachsen können. Trotz der gravierenden Auswirkungen der Meningokokkensepsis hat er nicht nur überlebt, sondern auch beeindruckende Erfolge in der Para-Leichtathletik erzielt. Als mehrfacher Deutscher Meister hat er nicht nur physische, sondern auch emotionale Hürden übersprungen.
Simon ist nicht nur ein Athlet, sondern für viele ein Vorbild. Im Jahr 2022 wurde er vom DFB als Amateurfußballer des Jahres ausgezeichnet, eine Anerkennung, die seine herausragenden Leistungen und sein Engagement im Fußball widerspiegelt. Doch hinter all diesen sportlichen Erfolgen steht eine tiefgreifende Geschichte, eine Geschichte von Überleben, Kampfgeist und einer Familie, die trotz aller Widrigkeiten zusammengehalten hat.
Seine Geshichte hat viele Menschen berührt, und heute setzen wir uns aktiv im Kampf gegen Sepsis ein. Wir wollen Bewusstsein schaffen, damit diese tückische Krankheit nicht unterschätzt wird und andere davor bewahrt werden können, ähnliche Schicksalsschläge zu erleiden. Simons Geschichte ist ein Zeugnis der Hoffnung und ein Aufruf zur Vorsicht und Prävention, damit niemand alleine durch die Dunkelheit gehen muss, die Sepsis mit sich bringt.
80 Operationen und 15 Jahre später


Margarete


Uns ist es wichtig, dass Sepsis, diese schwere lebensbedrohliche Erkrankung, mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rückt. Ganz besonders bei Ärzten und dem Pflegepersonal.
Sepsis ist nicht nur für Betroffene eine große Herausforderung sondern auch für die Angehörigen. Margarete Neumanns Mann Dieter mussten nach seinem septischen Schock der Magen, die Gallenblase und 2/3 der Speiseröhre entfernt werden. Seitdem hat sich das Leben der Familie grundlegend verändert.
Vor 3 Jahren im März war mein täglicher Weg (bis auf wenige Ausnahmen) zu meinem Mann in die Uniklinik Würzburg. Er lag dort auf der Intensivstation nach einem septischen Schock mit Multiorganversagen, hervorgerufen durch eine OP nach einem Magendurchbruch.
Mein Mann hatte seit Jahren immer wieder plötzliche starke Schmerzen ausstrahlend von der Brustwirbelsäule in den Bauch. Die Schmerzen waren oft so stark dass er sich nicht auf den Rücken legen konnte , nicht anlehnen im sitzen. Es wurden mehrmals Magenspieglungen gemacht , aber außer einer leichten Gastritis war nichts auffälliges fest zustellen.
Lindas Geschichte: Der Kampf einer Mutter für bessere Impfungen und das Bewusstsein für Sepsis


Vor 2 Jahren starb unsere 19 Monate alte Tochter Linda an einer Pneumokokken-Meningitis-Infektion, gefolgt von einer Sepsis. Linda war gegen Pneumokokken geimpft worden, aber der C15-Stamm, mit dem sie infiziert war, ist nicht in den derzeit für kleine Kinder verfügbaren Impfungen enthalten. Sie war vollkommen gesund und vollständig geimpft, aber laut dem Experten hatte sie trotz Antibiotika und Intensivpflege keine Überlebenschance ohne Impfung. Während wir im Krankenhaus waren, bemerkte ich vor dem septischen Schock und der Wiederbelebung ein paar Flecken auf Lindas linker Schulter und rief sofort einen Arzt an.
Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie im RTL News Artikel – aktuelle Einblicke und persönliche Updates teilt Irina Schneider zudem auf ihrem Instagram-Profil.
Stories Elia Epifanio


Am 31.03.23 nur 10 Tage nach seinem 14. Geburtstag und am Saisonauftakt der Schweizer Kartmeisterschaft, ist Elia um 09:15 Uhr verstorben.
Elia war vom 20.03.bis zum 23.03.23 mit seiner Schulklasse im Skilager in Davos. Er feierte seinen 14. Geburtstag am 21.03. mit seiner Klasse im Skilager. Ich hatte ihm damals extra eine Torte von uns geschickt, da wir nicht mit ihm feiern konnten. Alles verlief total harmlos und ohne Vorkommnisse. Am 23.03.23 kehrte die Klasse zurück und ich bemerkte bei Elia, dass er leicht hustete, dachte mir aber nichts dabei. Am nächsten Tag fuhr ich mit ihm nach Italien, um für die Schweizer Kartmeisterschaft zu trainieren.
Elia war eines der größten Schweizer Nachwuchstalente und 2-facher Vizemeister. Er drehte seine Runden und beklagte sich zwischendurch über Schluckbeschwerden. Aus diesem Grund nahm er eine Schmerztablette, half ihm gut half. Am Abend kehrten wir wieder nach Hause zurück.
Um sein Andenken zu ehren, hat seine Familie den Trofeo Elia Epifanio ins Leben gerufen – ein Kartrennen, das nicht nur Elias Leidenschaft für den Motorsport feiert, sondern auch das Bewusstsein für Sepsis und die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose schärft.
Sämtliche Erlöse der Veranstaltung gehen an das Kinderspital Zürich, um andere Kinder und Familien zu unterstützen. Wir laden Sie herzlich ein, mehr über Elias Geschichte und die Mission hinter diesem Event zu erfahren.




Janns letzter Tag (Von Kerstin Martensen über Ihren Sohn Jann)


Durch einen genetischen Fehler war Janns Leber erkrankt. Er war auf der Liste für eine Transplantation. Alle Untersuchungen waren abgeschlossen und er sollte am 5.8.2024 aus der Klinik entlassen werden und zu Hause auf das Spenderorgan warten.
Seine körperliche und geistige Verfassung kippte aber an seinem vorletzten Tag so schnell, dass wir alle nur Angst hatten und uns krampfhaft an die Hoffnung klammerten, dass die Ärzte wissen, was zu tun ist. Wenn es gefährlich für Jann wird, würden sie schon reagieren. Jann hatte eine schnelle, flache Atmung, einen schnellen Puls. Dazu kamen seine kühlen Gliedmaßen, was er vorher nicht hatte.
Jann bemerkte, dass in seinem Körper etwas sehr Bedrohliches vor sich ging. Er hatte auch weiterhin starke Schmerzen im Bauch.
Lukas‘ Mutter erzählt vom Kampf ihres Sohnes gegen Sepsis


Lukas war ein äußerst sportlicher Junge, der aufgrund seiner persönlichen Krankenerfahrung bestrebt war, Arzt zu werden. Er war mehr als strebsam und fleißig. Ein fröhlicher Teenager, der nur drei Tage vor seinem 16. Geburtstag an einer fulminant verlaufenden Sepsis verstarb. Er erkrankte aus dem völligen Wohlbefinden heraus. Einen Tag zuvor hatte er noch ein Fußballturnier gepfiffen.
Zur Vorgeschichte der Asplenie (Fehlen der Milz)
Lukas verlor als 2-Jähriger, bedingt durch ein Verbrennungstrauma mit abdominellem Kompartmentsyndrom, 2004 seine Milz.
Dies hat mich tief gebrochen. Doch ist mir Aufklärung und Schutz weiterer Betroffener ein großes Anliegen in Gedenken an mein geliebtes Kind Lukas! Lukas wollte leben…
Zwischen Kampf und Hoffnung: Annelies Weg


Unsere Geschichte soll anderen Eltern Mut machen, ihrem Instinkt zu vertrauen, besonders wenn medizinische Einschätzungen ihre Sorgen nicht ernst nehmen. Eltern kennen ihr Kind am besten, und oft sind es genau diese Warnzeichen, die entscheidend sein können. Annelie war eine Kämpferin – stark, tapfer und voller Lebensfreude. Sie wollte bei uns bleiben, und in unseren Herzen wird sie es immer tun.
Ich bin eine 5fache Mutter (43), verheiratet und heiße Claudia. Mein Mann und ich haben alle Kinder gemeinsam und 4 von ihnen sind kerngesund auf die Welt gekommen.
Wir suchen fortlaufend Menschen, die ihre Erfahrungen mit Sepsis mit uns teilen möchten. Ihre Geschichte kann anderen Betroffenen Mut machen und das Bewusstsein für Sepsis stärken.
Wenn Sie Ihre Erlebnisse mit uns teilen möchten, schreiben Sie uns gerne an: office@sepsis-stiftung.de. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!
Möchten Sie Ihre Geschichte ebenfalls teilen?
Direkt in weiterführende Themen einstiegen?
Ihre Unterstützung ermöglicht unsere Arbeit für Betroffene und die nachhaltige Reduktion vermeidbarer Sepsis-Todesfälle.
Sepsis-Stiftung
c/o Charité Campus Mitte
Charitéplatz 1
Postfach
10117 Berlin
Möchten Sie unsere Arbeit unterstützen?




Netzwerke:
Sie können uns auch auf Social Media folgen:
Kontakt allgemein
Unser Newsletter rund um Sepsis:
