Literatur zum Thema Prävention, Infektionen und Früherkennung

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Surviving Sepsis Campaign: International Guidelines for Management of Sepsis and Septic Shock 2026
Aktuelle internationale Leitlinie zur Erkennung und Behandlung von Sepsis und septischem Schock bei Erwachsenen. Enthält unter anderem Empfehlungen zu Sepsis-Screening, klinischer Früherkennung, Diagnostik und zeitkritischer Behandlung. Die Leitlinie betont die frühe Erkennung als einen der zentralen Bestandteile einer erfolgreichen Sepsisversorgung.

Surviving Sepsis Campaign 2026 (Intensive Care Med.)

WHO Secretariat Report (2017)
Der WHO-Bericht beschreibt, dass sich Sepsis im häuslichen Umfeld häufig als Verschlechterung gewöhnlicher Infektionen der Atemwege, des Magen-Darm-Trakts, der Harnwege sowie von Haut und Wunden zeigt.
WHO Sepsis Sekretariat Report 2017
- deutsche Übersetzung (nichtamtlich)


WHO Resolution 2017
Die WHO nennt unter anderem Impfungen, Händehygiene, Infektionsprävention, sauberes Wasser und hygienische Versorgung als Möglichkeiten, Infektionen und damit Sepsis zu verhindern. Außerdem fordert sie ausdrücklich eine bessere öffentliche Kenntnis des Risikos, dass Infektionen in Sepsis übergehen können.
WHO Sepsis Resolution 2017
- deutsche Übersetzung (nichtamtlich)


Van den Bruel et al. – The Lancet (2010)
Systematische Übersichtsarbeit zur diagnostischen Bedeutung klinischer Warnzeichen für schwere Infektionen bei Kindern. Sie zeigt, dass einzelne Symptome nur begrenzt geeignet sind, eine schwere Infektion sicher auszuschließen, und untersucht besonders aussagekräftige Warnzeichen.
Van den Bruel 2010 (The Lancet)

Fan den Bruel et al. (2012) – Clinicians’ gut feeling about serious infections in children
In der Studie mit 3.890 Kindern erhöhte das ärztliche Gefühl, dass trotz zunächst unauffälliger Einschätzung „etwas nicht stimmt“, die Wahrscheinlichkeit einer schweren Infektion deutlich. Der stärkste Kontextfaktor für dieses ärztliche Warngefühl war die Sorge der Eltern, dass die Erkrankung anders als bisher erlebt verläuft.
Van den Bruel 2012 (BMJ)

Almond, Mant & Thompson (2009) – Diagnostic safety-netting
Die Publikation beschreibt Safety-Netting als wichtigen Bestandteil der Versorgung bei diagnostischer Unsicherheit. Erkrankungen können sich im Verlauf verändern und bei der ersten Untersuchung noch nicht eindeutig einzuordnen sein. Patient:innen beziehungsweise Angehörige sollten deshalb wissen, auf welche Veränderungen sie achten, wann sie erneut medizinische Hilfe suchen und wie sie diese erreichen können.
Almond 2009 (BMJ)

Stolper et al. (2009/2011) – Gut feelings in general practice
Die Arbeiten von Stolper und Kolleg:innen beschreiben das ärztliche „sense of alarm“ als Bestandteil klinischer Entscheidungsfindung. Ein solches Warngefühl entsteht aus der Verbindung von aktuellen Beobachtungen mit medizinischem Wissen, Erfahrung und Kontextinformationen und kann dazu führen, dass eine Situation weiter abgeklärt wird, obwohl noch keine eindeutige Diagnose vorliegt.
Stolper 2009 (BMC Fam Pract.)
Stolper 2011 (J Gen Intern Med.)


Piedmont et al. (2024) – Sepsis incidence, suspicion, prediction and mortality in emergency medical services
Sepsis im deutschen Rettungsdienst. Die Untersuchung vergleicht unterschiedliche Screeningansätze und ordnet deren Eignung für die präklinische Erkennung ein.
Piemont 2024 (Infection)

Karakike et al. (2021) – Coronavirus Disease 2019 as Cause of Viral Sepsis
In der Analyse erfüllte ein großer Anteil schwer an COVID-19 erkrankter Patient:innen die Sepsis-3-Kriterien.

Karakike 2021 (Crit Care Med.)

Weitere Literatur finden Sie auf unserer Seite der Literaturdatenbank:


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