Junge Menschen gestalten Sepsisprävention mit
Wie muss Gesundheitskommunikation aussehen, damit junge Menschen sie wirklich wahrnehmen?
Diese Frage lässt sich nicht allein aus der Perspektive von Medizin, Wissenschaft oder Erwachsenen beantworten.
Deshalb gehen die Vorreiterregion Sepsis MTK und die Sepsis Stiftung gemeinsam einen beteiligungsorientierten Weg: Junge Menschen werden eingeladen, selbst Ideen für die Sepsisaufklärung zu entwickeln.
Beim Jugend-Kreativitätswettbewerb „MACH SEPSIS SICHTBAR – MTK“ können Jugendliche ab 14 Jahren, Schulklassen und Schul-AGs zeigen, wie sie Gleichaltrigen erklären würden, warum es wichtig ist, den Notfall Sepsis zu kennen.


Jugend-Kreativitätswettbewerb „MACH SEPSIS SICHTBAR – MTK“
Wie würdest DU Jugendlichen erklären, warum sie den Notfall Sepsis kennen sollten?
Prävention gemeinsam entwickeln
Der Wettbewerb geht bewusst über eine klassische Kreativaktion hinaus.
Nicht Erwachsene geben Sprache, Bildwelt und Medium vollständig vor. Junge Menschen erhalten Raum für ihre eigenen Perspektiven.
Was bewegt sie?
Welche Botschaften bleiben hängen?
Welche Bilder funktionieren?
Welche Sprache wirkt glaubwürdig?
Welche Medien würden sie selbst nutzen, um andere Jugendliche zu erreichen?
Genau diese Fragen sind für moderne Gesundheitskommunikation von Bedeutung.
Denn Prävention kann nur dann wirken, wenn sie Menschen tatsächlich erreicht.
Wahrnehmen. Zuhören. Beteiligen.
Gesundheitsprävention bedeutet nicht nur, Informationen bereitzustellen.
Sie bedeutet auch, Zielgruppen ernst zu nehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Sichtweisen einzubringen.
Der Wettbewerb folgt deshalb einem zentralen Gedanken der Vorreiterregion Sepsis MTK:
Prävention wird gemeinsam mit der Gesellschaft entwickelt.
Junge Menschen sind dabei nicht ausschließlich Empfängerinnen und Empfänger von Gesundheitsinformationen. Sie werden selbst zu Mitgestaltenden.
Kreativität als Zugang zu Gesundheitswissen
Die möglichen Wettbewerbsbeiträge sind bewusst vielfältig.
Dazu gehören unter anderem Reels und Shorts, Songs oder Rap, Plakate, Fotografie, Illustration und Comics, Animation sowie Poetry und Spoken Word.
Auch völlig neue Formate sind ausdrücklich willkommen.
Denn gerade darin liegt eine wichtige Frage:
Welche Kommunikationsformen wählen junge Menschen selbst, wenn sie anderen jungen Menschen ein wichtiges Gesundheitsthema vermitteln möchten?
Unterstützung ist ausdrücklich erwünscht
Jugendliche müssen ihre Ideen nicht allein entwickeln.
Lehrkräfte, Eltern, Freundinnen und Freunde dürfen unterstützen, mitdenken, diskutieren und bei der Umsetzung helfen. Die kreative Idee und die Perspektive der Jugendlichen sollen dabei im Mittelpunkt bleiben.
Diese Zusammenarbeit kann einen zusätzlichen präventiven Effekt entfalten.
Ein Wettbewerbsbeitrag wird möglicherweise zum Anlass für Gespräche in Familien, Klassen, Freundeskreisen und Arbeitsgemeinschaften.
Damit verbreitet sich Wissen nicht erst über den fertigen Beitrag, sondern bereits während seiner Entstehung.
Gleichzeitig können neue Kontakte und Netzwerke entstehen.
Eine Idee verbindet eine Klasse. Eine Klasse erreicht Familien und Freunde. Und viele gemeinsame Ideen können eine ganze Region verbinden.
Prävention kann Gemeinschaft schaffen
Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Erfahrungen arbeiten an einer gemeinsamen Aufgabe.
Eine Person kann filmen. Eine andere schreibt Texte. Jemand macht Musik. Eine Lehrkraft begleitet das Projekt. Eltern helfen bei organisatorischen Fragen. Freundinnen und Freunde diskutieren die Botschaft.
So können aus Gesundheitsprävention neue Gespräche, Kooperationen und Verbindungen entstehen.
Lokale Präventionsarbeit kann damit nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch gesellschaftliche Vernetzung und regionalen Zusammenhalt fördern.
Verantwortung beginnt mit Beteiligung
Die junge Generation wird in naher Zukunft zunehmend Verantwortung in unserer Gesellschaft übernehmen – beruflich, sozial und politisch.
Eine demokratische Gesellschaft braucht Menschen, die erleben, dass ihre Perspektive zählt, dass Beteiligung möglich ist und dass Verantwortung gemeinsam gestaltet werden kann.
Gesundheitsprävention bietet dafür ein ganz konkretes Lernfeld:
Wissen erwerben. Wissen weitergeben. Andere schützen. Ideen entwickeln. Verantwortung übernehmen.
Und Engagement darf dabei ausdrücklich Freude machen.
Eine Idee aus dem MTK – mit Perspektive
Der Wettbewerb startet bewusst in der Vorreiterregion Sepsis MTK.
Die dort gewonnenen Erfahrungen können Hinweise darauf geben, welche Formen der Ansprache junge Menschen wählen und welche Ideen besonders gut funktionieren.
Damit verbindet das Projekt regionale Präventionsarbeit mit einer übergeordneten Frage:
Wie können wir Gesundheitsprävention gemeinsam mit den Menschen entwickeln, statt sie ausschließlich für sie zu entwickeln?
Die Sepsis Stiftung begleitet diesen Ansatz als Partner.
MACH SEPSIS SICHTBAR – MTK
Einsendeschluss: 31.01.2027
Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen:
www.sepsis-mtk.de
Die zentrale Frage lautet:
Ihre Unterstützung ermöglicht unsere Arbeit für Betroffene und die nachhaltige Reduktion vermeidbarer Sepsis-Todesfälle.
Sepsis-Stiftung
c/o Charité Campus Mitte
Charitéplatz 1
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10117 Berlin
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